Die Tage werden kürzer, der ersten frostigen Tage haben wir hinter uns – und doch liegt über dieser Woche eine besondere Wärme. Wir bereiten uns auf den Advent vor. In unseren Häusern und Kirchen wird geschmückt: Tannengrün wird geholt, Adventskränze gebunden, Kerzen aufgestellt. Es duftet nach frischem Grün und nach Erwartung. Wir machen es uns schön, weil wir spüren: Diese Zeit braucht ihre Zeichen, ihre Lichter, ihre Rituale.
Doch neben all der äußeren Vorbereitung gehört auch eine innere Vorbereitung dazu. Während wir Räume gestalten, wird auch unser Herz ein wenig neu sortiert. Wir räumen auf, wir kommen zur Ruhe, wir öffnen uns. Damit wir jetzt am Sonntag zum 1. Advent in den Kirchen unseres Kirchenkreises voller Inbrunst singen können: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – dieses kraftvolle Adventslied, das uns einlädt, Gottes Kommen nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Herzen zu erwarten.
Im Schleifer Kirchspiel ist dieser erste Advent jedes Jahr ein besonderer Moment: Wir segnen im Gottesdienst das Schleifer Christkind ein und dieses gibt den Segen ohne Worte, nur mit einem sanften Streicheln der Wange weiter. Da ist etwas zu spüren, was sich nicht in Worte fassen lässt – eine leise, zarte Ahnung von dem Frieden, nach dem wir uns in diesem Jahr so sehr sehnen. Ein Frieden, der nicht von außen kommt, sondern in uns wachsen will. Gesegnet zieht das Schleifer Christkind dann durch die Häuser, Schulen und Adventstage und gibt den Segen Gottes weiter an die Menschen – für die offenen weiten Herzen im Advent.
Ich wünsche Ihnen eine segensreiche Adventszeit! / Přeju wam žohnowany 1. adwent!
Pfarrerin Jadwiga Mahling / fararka Jadwiga Malinkowa
Evangelische Kirchengemeinde Schleife









