Haben Sie Ihre Schwibbögen und Herrnhuter Sterne schon wieder weggeräumt? Wenn ich Mitte Januar durch die Straßen gehe, habe ich den Eindruck die Lichter von Weihnachten verschwinden mehr und mehr. Die Erinnerung an Weihnachten verblasst. Der Alltag hat uns wieder.
Und dennoch: Etwas von diesem Glanz bleibt. Weihnachten haben wir das Kind Gottes gefeiert. Jetzt am Beginn des neuen Jahres, in der Epiphaniaszeit wird uns zugesagt:
Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder (Römer 8,14).
Paulus schreibt an die Christinnen und Christen in Rom: Kinder Gottes, das seid ihr alle und Gott sieht euch so an: Wie ein liebender Vater.
Und ich stelle mir vor, wie Gott uns ansieht: liebevoll, entzückt, vielleicht sogar lächelnd über das, was der Sprössling nun schon wieder putziges gesagt oder getan hat.
Und so wie das ein liebender Vater tut, sucht Gott nach Ähnlichkeiten in seinen Kindern.
Und er findet sie: In einem verständnisvollen Wort, in einem aufmunternden Blick, in einer ungefragten Geste der Unterstützung – in all den kleinen Alltäglichkeiten, mit denen wir uns zeigen: Ich sehe dich und ich bin bei dir. In diesen Alltäglichkeiten, in denen der Geist Gottes steckt.
Darin findet Gott Ähnlichkeiten in seinen Kindern. Eine Ähnlichkeit zu sich selbst und zu seiner Art, Menschen zu lieben. Und mit diesem Geist, den jedes seiner Kinder weiterträgt, bleibt ein Funke des weihnachtlichen Glanzes in der Welt.
Es grüßt sie herzlich,
Pfarrerin Katharina Städter
Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit.









