Am Samstag tagt zum ersten Mal die neue Kreissynode unseres Kirchenkreises in Hoyerswerda. Nach den Gemeindekirchenrats- und Ortskirchenratswahlen im November letzten Jahres wird nun das regionale ‚Kirchenparlament‘ neu gebildet. Der übliche Ablauf … Und doch ist diesmal Etliches neu.
Die Vorgänger-Synode hatte den Weg bereitet für eine Verkleinerung der Synode & für die Aufteilung in drei Wahlbezirke. In der Vergangenheit wurden die Kreissynodalen von ihren Herkunftsgemeinden delegiert, doch nun sollten die Mitglieder der Gemeindekirchenräte in den jeweiligen Wahlbezirken aus den vorgeschlagenen Kandidaten wirklich wählen. Da dieses Verfahren neu war, gab es auch entsprechende Erfahrungen. Eine Wiederholung wurde durchgeführt, um alle Grundsätze der Rechtssicherheit zu erfüllen.
Nun sind die neuen Mitglieder gewählt worden und kommen zum ersten Mal zusammen, um die Geschicke im Kirchenkreis für die nächsten 6 Jahre zu lenken. Neu wird auch der Informationsfluss zwischen Kirchengemeinden und Kreissynode gestaltet werden müssen, da nicht mehr jede Kirchengemeinde ein Mitglied in der Kreissynode hat. Die Kreissynodalen stehen also in der Verantwortung, die Themen & Beschlüsse an die Kirchengemeinden in ihren Wahlbezirken weiterzugeben und wiederum deren Anliegen in die Kreissynode zu transportieren.
Aber die drei Wahlbezirke werden nicht nur bei den Wahlen für das Zusammenrücken der Kirchengemeinden eine Bedeutung haben. Ich denke, dass diese Regionen auch bei vielen Arbeitsfeldern zusammenarbeiten können – wie es schon teilweise passiert: Gemeinsame Konfirmandenarbeit, Teilen der hauptamtlichen Ressourcen, Unterstützung bei Vakanzen u. ä. Da gilt es noch manches zu entdecken, wenn wir über den eigenen Kirchturm hinwegschauen.
Veränderungen, Neuerungen, Unbekanntes – das ruft oft Unsicherheit hervor. Wir wollen uns lieber auf Bekanntes und Vertrautes verlassen. Wir ahnen, dass wir aber trotzdem von vielen Veränderungen ‚bewegt‘ werden. Die Frage ist: Verharre ich wie gelähmt – oder gestalte ich mit?
Das Bibelwort für den Monat Mai will uns den nötigen Rückenwind geben:
„Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele.“ (Hebr. 6,19)
So wünsche ich der neuen Kreissynode für ihre Arbeit Gottes Segen, Mut für nötige Veränderungen und ein gutes geschwisterliches Miteinander!
Pfarrer Jörg Michel
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Markersdorf-Königshain






