Innerhalb der Mitgliederversammlung des Konvents Evangelischer Theologinnen in der Bundesrepublik Deutschland wurde das oben genannte Thema bearbeitet. 56 Theologinnen/Pfarrerinnen nahmen teil. Aus der Ökumene konnten Dr. Austra Reinis (Evangelisch-Lutherische Kirche Lettland) und Annika Laats (Lutherische Kirche Estlands) begrüßt werden. Aus unserer Landeskirche waren sechs Pfarrerinnen anwesend.
Für die inhaltliche Entfaltung des Themas referierte Dr. Kinga Zeller, Associate Professor an der Protestantisch-Theologischen Universität (PThU) in Amsterdam. Dabei spielte die Frage nach den Potenzialen biblischer Texte, befreiungstheologischer und feministischer Spiritualität, kirchlicher Verlautbarungen und gemeindepraktischen Handelns angesichts der Klimakrise und Naturzerstörung eine wichtige Rolle.
Beim Ökumenischen Abend erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die nach wie vor schwierige Situation von Pfarrerinnen in Lettland und Estland, die nicht nur ökonomischer, sondern auch in Bezug auf Förderung und Anerkennung als Pfarrerinnen und Gemeindeleiter*innen herausfordernd ist.
Innerhalb der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt und eine Satzungsänderung beschlossen.
Für das nächste Jahr ist der Konvent Evangelischer Theologinnen nach Görlitz eingeladen. Thematisch soll es um die Möglichkeiten kirchlichen Handelns in einer sich weiter säkularisierenden Gesellschaft und die damit verbundene Frage nach Macht (Ohnmacht) und Machtmissbrauch gehen.
Pfarrerin i.R. Petra-Edith Pietz, Görlitz, am 7. Februar 2026




