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Auf und ab, vor und zurück – Kommen und Gehen, Werden und Vergehen.
In diesen Tagen der Passionszeit begleitet Jesus uns mit Bildern aus der Landwirtschaft. Seine Vergleiche nehmen ihren Ausgangspunkt in der Erfahrungswelt seiner Mitmenschen. Da steht das Pflügen für den Blick nach vorn und das Weizenkorn für hoffnungsvollen Aufbruch.
Bilder aus der Agrarwirtschaft gehören zwar nicht mehr zu jedermanns täglichem Erfahrungshorizont. Ihrem Gehalt tut das jedoch keinen Abbruch. Instinktiv verstehen wir, was es heißt, den Acker zu bereiten, den Samen zu legen: Alles Schinden und Mühen in der Hoffnung darauf, dass gute Frucht keimt.
Den Boden verhärteter Beziehungen aufbrechen, Ängste und Sorgen durchpflügen, sie lockern für die Saat einer neuen Welt. Im Schweiße unseres Angesichts mit dem vorfindlichen Acker arbeiten, deine und meine Welt nicht brach liegen lassen. Passion als Leiden und Leidenschaft für die versprochene neue Welt:
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht!“ (Joh. 12,24)
Ihr
Daniel Schmidt
Superintendent im Ev. Kirchenkreis SOL
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