Die mittlere Führungsebene der Kirche hat eine strategische Funktion für Prozesse der Kirchenentwicklung. Dabei gerät zunehmend die Frage ins Blickfeld, was kirchliche Arbeit bewirken soll. Was möchte die Kirche für und mit den Menschen zum Positiven verändern – in ihrem Leben, in ihrer Nachbarschaft, in der Gesellschaft insgesamt? Und was hilft, ihre Wirkung zu „messen“ – mit anderen Worten: Wie kann das Erreichte zählen und nicht nur das Erzählte reichen?
Diesen Fragen widmet sich die midi-Frühjahrstagung 2026:
An den Früchten sollt ihr sie erkennen – Das Potenzial von Wirkung
Kirche, Diakonie und Caritas stellen vielfältige religiöse und soziale Leistungen bereit. Während die christlichen Wohlfahrtsverbände es gewohnt sind, ihre Wirksamkeit gegenüber Kostenträgern nachzuweisen, bleibt die Wirkung kirchlicher Arbeit oft undeutlich. Das pastorale Handeln leitet sich primär aus Tradition und gewachsenen Strukturen her. Kann die verfasste Kirche von Sozialunternehmen lernen? Kann Wirkungsorientierung helfen, einer Relevanzkrise entgegenzuwirken?
Der Ansatz der Wirkungsorientierung lenkt den Blick auf inhaltliche Fragen: Welche positiven Veränderungen möchte die Kirche im Leben Einzelner bewirken? Wie will sie zum Aufblühen des Gemeinwesens beitragen? Das bedeutet, Kirche „vom Ergebnis her“ zu denken. Wirkung zielt auf Zukunft und setzt an konkreten Bedarfen an. Dadurch kann Wirkung den Blick auf interne Prozesse und Strukturen verändern und das kirchliche Selbstverständnis sowie die kirchliche Resonanz positiv beeinflussen. Wirkungsorientierung ist somit ein bedeutsamer Aspekt kirchlicher Transformation.
Die midi-Frühjahrstagung vermittelt Grundlagen der Wirkungsorientierung, gibt Raum für theologische und ekklesiologische Fragestellungen und zeigt, wie Wirkungsorientierung in der Praxis umgesetzt werden kann. Seien Sie dabei!
Termin: 21. April 2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Teilnahme: kostenfrei
Infos und Anmeldung: https://www.mi-di.de/termine/an-den-fruechten-sollt-ihr-sie-erkennen
