„Für euch würde ich kämpfen“ – Lesung mit dem Autor Artur Weigandt am 1. September 2026 um 18 Uhr in der Evangelischen Nikolaikirche Görlitz

Eine Veranstaltung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB)

Der Autor stellt sein aktuelles, im Verlag C.H.Beck erschienenes Buch „Mein Bruch mit dem Pazifismus“ vor und kommt anschließend mit dem Publikum ins Gespräch.

Einst war Gewalt für ihn ein Zeichen von Schwäche. Seine Erfahrungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine veränderten jedoch seine Haltung. Als Dolmetscher ukrainischer Soldaten auf einem deutschen Truppenübungsplatz erlebte er die Ausbildung an Leopard-Panzern, militärische Routinen und persönliche Schicksale aus nächster Nähe.

Sein Buch erzählt von Panzerausbildung und Propaganda, von Müdigkeit und Mut sowie von der Verantwortung, die Freiheit und Solidarität mit sich bringen. Es ist ein persönliches und streitbares Plädoyer für Wehrhaftigkeit – nicht nur als militärischen Begriff, sondern auch als gesellschaftliche Haltung.

Die aktuelle Ausstellung in der Nikolaikirche erinnert an deren Umgestaltung im expressionistischen Stil vor 100 Jahren. Damals wurde die Kirche zu einem Gedenkort für die Kriegstoten und Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ihr Leitmotiv folgt einem mittelalterlichen Spruch: „Friede ernährt, Unfriede verzehrt.“

Einführung und Moderation

Stefan Zinnow, Referent der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Zum Autor

Der 1994 in Uspenka in Kasachstan geborene Schriftsteller und Journalist studierte Ästhetik in Frankfurt am Main und verbrachte längere Zeit in Prag, Kyjiw und Tbilissi. Er absolvierte die Deutsche Journalistenschule und arbeitete unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, DIE ZEIT und WELT. 2021 zählte ihn das Medium Magazin zu den „Top 30 bis 30“ im Journalismus.

2023 erschien sein Debütroman „Die Verräter“ bei Hanser Berlin. Im selben Jahr nahm er als Dolmetscher an der Ausbildungsmission am Leopard 1 für Soldaten der ukrainischen Streitkräfte teil.

„Artur Weigandts Antworten mögen manchen unbequem sein – gut so. Sie eröffnen einen Debattenraum, in dem Ernsthaftigkeit und Erfahrungswissen mehr gelten als steile Slogans.“
Marko Martin

„Leidenschaftlich plädiert er für eine Wehrhaftigkeit, die nicht auf dem Kasernenhof, sondern im Kopf beginnt. Ein persönliches Friedensmanifest, das ehrlicher nicht sein könnte.“
Ilko-Sascha Kowalczuk