Diesen Anker brauchen die Menschen im Libanon um mit der alltäglichen Bedrohung leben zu können. Aber wie lange halten Menschen an Hoffnung fest, wenn kein Ende der Bedrohung, der Angst, der Sorge absehbar ist: die Teuerung bei Lebensmitteln, die mangelnden Unterkünfte für die Flüchtlinge aus dem Südlibanon, das Surren der Drohnen Tag und Nacht, die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, die Abwanderung so vieler junger Leute ins Ausland.

Es sind wohl immer die kleinen Schritte und Taten, die gegen die Resignation gegangen und verrichtet werden. So fand auf Initiative von Bethel society (Logo) wieder ein Gesundheitstag am 25. April in den Räumlichkeiten des Vereins statt – in Zusammenarbeit mit der internationalen Gesundheitsorgnisation H.O.M.E.
35 Menschen haben das Angebot für Beratung, medizinische Untersuchung und Behandlung angenommen. Auch konnten Medikamente kostenfrei verteilt werden.
Marie Maalouli, Vorsitzende von Bethel society schreibt: „Es ist erschütternd zu hören, wenn jemand Schmerzen hat, aber sich keinen Arzt leisten kann. Manche nehmen ihre Medikamente nur jeden zweiten Tag, damit sie länger reichen. Der Bedarf an Inkontinenzmaterial ist groß, aber die Preise sind sehr hoch. Auch allgemein besteht Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln, doch wegen der hohen Kosten ist es oft besser, diese dann zu besorgen, wenn entsprechende Mittel vorhanden sind.“

Sie können die kleinen Schritten des Vereins Bethel society unterstützen mit einer Kollekte, einer Spende – gesammelt beim Gemeindefest, im Gesprächskreis, bei einer Familienfeier. Die Hilfe kommt vor Ort an.
Evangelischer Kirchenkreis Lausitz
IBAN: DE 04 3506 0190 1551 6320 12
Verwendungszweck: Libanonhilfe
Der Monatsspruch für den Mai ruft uns auf, die Hoffnung nicht preiszugeben, Hoffnung auf Frieden, auf Gerechtigkeit, auf Freude – in Solidarität mit denen, die allen Grund hätten sich der Resignation hinzugeben und es dennoch nicht tun.

„Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seelen.“
(Hebräer 6,19)
Es grüßt herzlich
Pfarrerin i.R. Petra-Edith Pietz
Projektkoordinatorin
