
Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, findet um 14:00 Uhr in der Evangelischen Johanneskirche Hoyerswerda ein sorbischer Abendmahlsgottesdienst statt. Der Gottesdienst ist Teil des Sorbischen Heimattages, der an diesem Wochenende in Hoyerswerda gefeiert wird.
Im Rahmen des Gottesdienstes wird Pfarrerin Jadwiga Mahling durch Generalsuperintendentin Theresa Rinecker als Beauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz für die sorbisch-wendische Gemeindearbeit eingeführt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Im Vorfeld ihrer Einführung haben wir mit Pfarrerin Jadwiga Mahling über ihre Ziele in dem neuen Amt und die Zukunft der sorbisch-wendischen Gemeindearbeit gesprochen.
„Junge Menschen für den Glauben begeistern“
Was möchten Sie in Ihrem neuen Amt bewirken?
„Ich möchte die sorbische evangelische Arbeit in der Ober- und Niederlausitz stärken und neue Impulse für junge Menschen und Familien setzen – sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich. Zugleich sollen altbewährte Formate erneuert und belebt werden. Zudem möchte ich mich dafür einsetzen, die vielfältige und sehr reiche sorbisch-evangelische Glaubenspraxis in der deutschen Öffentlichkeit bekannter zu machen.“
Wo sehen Sie die wichtigsten Aufgaben für die sorbisch-wendische Gemeindearbeit in den kommenden Jahren?
„Die wichtigste Aufgabe ist es, junge Menschen in der Lausitz für den Glauben zu begeistern – und das in sorbischer und wendischer Sprache, damit sorbische evangelische kirchliche Arbeit lebendig bleibt. Voraussetzung dafür ist eine gute Zusammenarbeit zwischen allen, die mit der sorbischen beziehungsweise wendischen Arbeit verbunden sind: Kirchengemeinden, Vereine, Kirchenkreise und die Kirchenleitung – auch über die Grenzen der Landeskirchen hinweg. Die Lausitz ist seit Jahrhunderten Heimat von Sorbinnen und Wenden. Als Netzwerkerin und Pfarrerin möchte ich mich dafür einsetzen, diese Verbindungen zu stärken und weiterzuentwickeln.“
