„Bei uns hat sich die Lage zum Glück etwas beruhigt!“
So schreibt Marie Maalouli Anfang dieses Monats aus Beirut.
Der Verein Bethel society, dessen Vorsitzende sie ist, begleitet und unterstützt alte Menschen in ihrem Alltag. Unter ihnen befinden sich viele Flüchtlinge aus dem Süden des Libanon, der weiter vom israelischen Militär besetzt ist.
Denn alles, was in diesem kleinen Land geschieht, hängt direkt mit der schwierigen Gesamtsituation im Nahen Osten zusammen. Und so sind die Menschen über jede Verbesserung der Lage sehr froh, denn der Hoffnung auf Frieden kann wieder etwas Luft zugefächelt werden.

Dass die regionale Weltgebetstagsarbeit und der Kirchenkreis die Arbeit von Bethel society unterstützen, hängt mit der Geschichte der Frauenarbeit in der schlesischen Oberlausitz zusammen und geht auf das Jahr 2003 zurück. Damals kam die Gottesdienstordnung des Weltgebetstags aus dem Libanon.
Eine Gruppe von Frauen und Männern erkundete im Vorfeld mit Marie Maalouli als Reiseleiterin schöne und wichtige Städte und Landschaften des Libanon. Denn viele Orte, die in der Bibel eine Rolle spielen, befinden sich geografisch im heutigen Libanon.
Nach langen Jahren des Bürgerkriegs schien das Land auf einem guten Weg zu sein. Dennoch lag Anspannung in der Luft, denn wenige Monate vor unserer Reise waren die Türme des World Trade Centers in New York durch einen islamistischen Terrorangriff eingestürzt. Überhaupt spürten wir auch etwas von der fragilen Konstruktion eines Staatsgefüges, das durch die Festschreibung eines religiösen Proporzes besteht. Das betrifft die Beteiligung christlicher und muslimischer Parteien und Strömungen an der politischen Machtausübung. Über die Jahrzehnte hinweg hatten sich die Mehrheitsverhältnisse im Land durch wesentlich höhere Geburtenraten in muslimischen Familien und die verstärkte Abwanderung von Christ*innen ins Ausland verschoben.
In den vergangenen fünfundzwanzig Jahren ging mit dieser Machtverschiebung auch eine schleichende Entmachtung des Staates einher. Unterstützt vom Iran konnte sich die Hisbollah quasi zum Staat im Staate entwickeln. Der Konflikt des Libanon mit Israel dauert aufgrund dieser Schwäche des Staates bis heute an.
Marie Maalouli versucht mit der Arbeit von Bethel society, als Christin ein Zeugnis der Liebe und Versöhnung zu setzen. Die Gesundheitstage, die sie mit einem mobilen Krankenhaus immer wieder durchführt, die Besuche bei alten Menschen – das alles will sie als Dienst im Auftrag Jesu verstanden wissen.

Sie können diesen Dienst unterstützen. Der Evangelische Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz hat dafür ein Konto eingerichtet:
Evangelischer Kirchenkreis Lausitz
IBAN: DE 04 3506 0190 1551 6320 12
Verwendungszweck: Libanonhilfe
Die Spenden kommen direkt beim Verein Bethel society an.
Auch in der Fürbitte können Sie die Arbeit von Marie Maalouli begleiten. Sie dankt herzlich dafür.
Bleiben Sie behütet durch die sommerliche Zeit!
Pfn. i. R. Petra-Edith Pietz
Projektkoordinatorin
