Sie setzen sich schon lange mit Konzerten, Rundfunk- und CD-Produktionen für die Musik von Komponistinnen und Komponisten ein, die während des Nazi-Regimes aufgrund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt und ins Exil getrieben wurden: die Sängerin Anja Vegry, die Pianistin Katarzyna Wasiak und der Musikverleger und Produzent Frank Harders-Wuthenow. Regelmäßig sind sie zu Gast im Kulturforum Görlitzer Synagoge.
An diesem Abend stehen zwei Komponistinnen im Mittelpunkt, die sich in den späten 1920er Jahren einen Namen im deutschen Musikleben gemacht hatten und deren Karrieren 1933 brutal zerstört wurden: Julia Kerr, die Frau des berühmten Berliner Theaterkritikers und Schriftstellers Alfred Kerr, und Maria Herz. Zwar gelang ihnen die Flucht nach England, doch ihre Werke gerieten in Vergessenheit.
Katarzyna Wasiak und Anja Vegry erwecken ihre hinreißenden, tief bewegenden Lieder aus einem viel zu langen Dornröschenschlaf zu neuem Leben. Frank Harders-Wuthenow beleuchtet als Moderator Leben und Werk dieser beiden herausragenden Komponistinnen und außergewöhnlich starken Frauen.
